„Du schnarchst!“
Stell dir vor, du wachst morgens auf, bist in dir auf Ruhe gepolt. Die Decke und das Bett gehen mit dir eine perfekte Symbiose ein. Die Luft im Raum ist klar, sie steht nicht, ist nicht schweißgetränkt vom stickigen Muff einer schlafenden Schnapsleiche. Deine Fenster blieben in der Nacht weit offen. Sie sind mit Laken gedimmt, das tut den Augen gut. Der Tag könnte starten. Du drehst dich und deine Gesichtshaut fährt über den Arm einer anderen Person. Sie riecht gut, du glaubst, dass du den Geruch irgendwoher kennst. Es riecht nach Frau.Nach Sex und einem warmen Bad mit Buch. Du willst dich drehen. Du willst wissen: "Wer ist sie?" Dein Kopf bemüht eine Drehung, die Augen schieben sich nach oben. Doch ehe du sie ansehen kannst, ehe dein Kopf die adäquate Blickposition einnehmen konnte, sagt sie "Du schnarchst!"
Ich kann es kaum glauben. Unter anderen Umständen hätte ich mich über den schönen klaren, weiblichen Klang ihrer Stimme gelegt. Nicht belegt, kein störender Akzent, gut artikuliert, klar gebildete Phoneme. Aber!
Was bildet sie sich ein? Will sie mich abtörnen?
Ich erinnere mich.
Ich habe eine Affäre. Hab ich eine Affäre? Wenn ja, dann seit erst gestern.
Wir lernten uns durch Zufall kennen. Es begann wie in einem schlechten Sketch. Im Supermarkt. Sie lächelte mich an, weil ich vor dem Gemüseregal stand und Gedankenversunken ein Lied sang. Sie lachte, und obwohl sie mir bis zu dahin nicht auffiel, sprang sie mich in diesem Moment geradezu an. Und ich konnte ihren Blick nicht mehr vergessen, auch wenn ich erst erschrocken war rund floh...
Aber kennt man das nicht? Man sieht einen Menschen, den man zuvor noch nie gesehen hat und irgendwie brennt er sich ein, und wenn man kurz Zeit hat, wenn man kurz alleine ist, dann spielt sich das Bild auf die Mattscheibe des Kopfkinos und es läuft ein kurzer Werbetrailer. Der Trailer sagt: "Single? Lern mich kennen!" Dann kommt eine Meldung: "Die EU-Partnervermittlung warnt: Sei nicht feige im Supermarkt, du könntest es bereuen!" oder "Die EU-Partnervermittlung weiß: Guter Sex verringert die Chance auf Depressionen. Haben sie mal welchen!"
Als ich sie dann wieder traf pochte mein Herz. So, wie das manchmal mit Menschen ist, die man schon länger kennt, wo eigentlich alles cool ist und unkompliziert scheint, bis man plötzlich feststellt "Scheiße, sie ist ja schon sexy." oder "Scheiße, wir würden gut zusammen passen." Da wir uns aber nicht kennen und ich daher auch nichts zu verlieren habe, bleibt das Geräusch in meinen Ohren aus.
Ich erinnere mich an den Moment genau.
Wir gehen aneinander vorbei, es ist hellster Tag, in einer Seitenstraße auf dem Weg in die Fußgängerzone, ich sehe mich um, wir sind ganz alleine. Das ganz alleine sein ist nicht unbedingt unwichtig, in so intimen Momenten, in denen man fremde Menschen trifft, die man gerne kennenlernen möchte. Die ersten zarten Bande, durch den richtigen Satz in der richtigen Intonation mit der richtigen Mimik geflochten. Doch nur allzu oft scheut man sich, weil man denkt, alle in der Straße könnten das tiefe dumpfe Rasen des eigenen Herzens hören und würden sich sensationslustig zu diesem sozialen Verkehrsunfall hindrehen, der sich anbahnt. Es fangen die Katastrophenphantasien an, wahllos in der eigenen Phantasie Brandsätze zu legen. Ich stelle mir vor, wie ich winken möchte und in diesem Moment meine Nase anfängt zu laufen und eine Fahne ihr entweicht und ich aus Versehen feucht ausspreche und ihr auf die Schuhe spucke, während mein Deo versagt und sie nicht entscheiden kann, ob der Rotz, der in meinem Gesicht hängt, der Speichel, der ihre Schuhe versaut hat, oder der intensive Geruch am peinlichsten und abstoßendsten ist.
Während dann alle auf mich zeigen, lachen, mit den Kopf schütteln, Handyvideos von diesem Moment machen und bei Youtube reinstellen renne ich in den nächsten Saloon, um mich in der ganzen Stadt zu diskreditieren zu lassen - auf dass ich ein Nomadenleben führen muss und nie wieder irgendwie respektiert werde. Ich kann nicht mal im Boden versinken.
AberiIch habe Glück. Sie bleibt stehen, lächelt mich an. Ich kann gar nichts dafür, ich muss auch lächeln. Da wir alleine sind, klappt das gut und aus meinem Lächeln wird kein dämliches, ungeschicktes Grinsen.
"Hey", sagt sie und ich antworte mit "Hey".
Dann stellt sie fest: "Schade, du singst ja heute gar nicht."
"Aber ich könnte, wenn du möchtest."
"Jetzt?"
"Vielleicht bei einem Kaffee?"
Und manchmal ist es schon lächerlich, wie gut Dinge hinhauen, wenn man sich selber nicht im Weg steht. Ich halte ihr spontan, ohne zu überlegen, die Hand hin, ich weiß nicht, ob das aus dem Anflug an Selbstbewusstsein resultiert, der ich gerade durch die erfolgreiche Einladung ereilt. Sie schiebt ihre Hand auf meine und möchte wissen "So, gehen wir in dein Lieblingscafé, oder?".
Ich schlage vor, dass wir uns bei der nächsten Gelegenheit einen Coffee to Go holen und uns ins Grüne setzen. Sie findet die Idee "nicht schlecht". Der nächste Coffee to Go ist nur einen Steinwurf entfernt, es ist eine kleine Discount-Bäckerei mit Cappucchino-Automaten. Wir holen uns zwei Muffins, einen Blaubeer und einen Schoko, weil wir uns nicht entscheiden können. Immerhin entscheiden wir, dass wir teilen und so jeder was von beidem hat und es am Ende kein Herzbluten gibt.
"Man will ja meist das, was der andere hat, beim Essen."
"Nicht nur beim Essen", ergänzt sie mich. Sie wird Recht behalten.
So gehen wir mit zwei Muffins in einer kleinen Papiertüte und unseren Bechern Kaffee in den nächsten Park. "Auf die Wiese", befiehlt sie gleich und ehe ich weiß, wie mir geschieht, sitzen wir auf dem Boden.
Sie trägt dunkelrote Strümpfe, das ist ok, wie ich finde. Sie blitzen kurz in einem Spalt zwischen ihren Sneakern und der Jeans durch.
"So, du Singvogel. Machst du das öfter?"
"Was öfter?"
"Mädchen in den Park schleppen."
"Was denkst du denn?"
"Ich denke, nicht in den Park. Aber das Schleppen ist schon so dein Ding."
"Findest du?"
"Ja."
"Wieso? Ich meine, wie kommst du darauf?"
"Na, du wirkst halt so. So frech."
"Hmm. Ist aber nicht so."
"Das glaub ich dir nicht!"
"Wieso nicht?"
"Weil du es bestimmt zu jeder sagst, dass du das sonst nicht machst, und dann kommt sie sich besonders vor."
"Wenn ich jetzt sagen, würde, dass alle Mädchen so reagieren, wenn ich sage, dass ich nicht oft abschleppe, würdest du denken, dass ich es erst recht tue, weil viele Mädchen in der Situation sind.“ Ehrlichgesagt unterhalte ich mich nur öfters mit Mädchen darüber, gerade, weil ich es nicht tue."
"Und die glauben dir?"
"Wie gesagt, das glaubt mir keiner."
"Oh, soll ich dich jetzt in den Arm nehmen, Kleiner?"
"Nicht deswegen!"
Wir lachen. Kurve gekriegt. Das sind die Situationen, die man erst lernen muss. Souverän bleiben. Das "Kleiner" nicht persönlich nehmen, nicht patzig werden, sich nicht zu sehr verstricken. Selbst wenn es stimmt und es mit den Frauen nicht gut klappt. Ihnen etwas vorheulen ist auch nicht hilfreich. Vielleicht bilde ich mir auch nur ein, irgendeine Ahnung zu haben, weil sie gerade da sitzt und nicht ich neben ihr und sie meine Hand nahm, früher. Aber es gibt noch viel zu versauen. Darüber sollte ich besser nicht erst nachdenken.
"Wenn ich dir jetzt eine Band herbestellen dürfte, oder ein Orchester, das dir ein Lied von einer deiner Bands vorspielen dürfte, welche wäre das... oder welches Lied?"
Schachtelsatz, fast misslungen, jedoch freue ich mich, eine neue Version entdeckt zu haben, das ungeliebte Thema des Musikgeschmacks charmant anzureißen.
Sie lächelt. Puh.
"Willst du denn nicht mit mir alleine sein, dass du hier eine Band herbestellst?"
Ouch. Das hat gesessen, ein erstklassiger Konter, falscher Fuß, ganz klar.
"Doch, natürlich. Weißt du, ich bin so ein Filmekind, ich bin es gewohnt, wenn eine Situation schön ist, dass dann Musik ist, im Hintergrund. So wie in Filmen. Da hab ich mich nur gefragt, wie du das gerne vertonen würdest..."
Bitte! Keinen Ska. Keinen Reggae. Keinen deutschen Punkrock. Ich bete.
Komisch, dass ich manchmal innerlich anfange zu beten, obwohl ich an nichts glaube. Es ist, glaube ich, eine Geste, die ich nie ganz verstehen werde.
"Hm, schwer", sagt sie. Sie beginnt, Grashalme auszurupfen und um ihren Zeigefinger zu wickeln, während sie denkt. Es ist ein Moment, den ich gerne fotografieren würde. Oder verfilmen, in Sepia legen und mit Yann Tiersen untermalen. Dann würde ich mir vorkommen wie ein Nachwuchsfilmemacher mit dem Auge für schöne Momente, das Sepia und die computerbearbeiteten Streifen, die eine alte Filmrolle imitieren, sollen dem ganzen zusätzliche Wärme verleihen. Vor drei oder vier Jahren hätte ich damit vielleicht sogar einen Amateurfilmewettbewerb beherrschen können. Aber heute würde man mir sagen "Was bist du für ein Spätzünder? Klischee-Schleuder."
Dieses Bild wird in meinem Kopf bleiben und wie viele andere Ideen für Kunstarbeiten einfach umgespeichert vergessen werden.
"Kennst du Sigur Ros?"
Kennen wäre übertrieben. Ich kenne einige Mädchen, die ihn oder es hören, ich weiß, dass die CDs schöne Cover haben und alle, die ihn oder es – ich glaube, ich habe mal Wikipedia gelesen, es sei ein Isländer – hören, haben guten Geschmack.
"Ja, aber nur ein bisschen. Ist gut."
Die Musik beschrieben sie mir als schön, verträumt und ruhig.
"Passt gut, gute Auswahl."
Sie lächelt und scheint sich zu freuen, dass ich Sigur Ros kenne.
"Was würdest du nehmen?"
"Yann Tiersen", platze ich raus, "oder Craig Armstrong."
"Yann Tiersen", sagt sie und ihre Augen leuchten.
"Ja."
"Dann magst du auch..."
"Ja, hab ich auf DVD", falle ich wissend ins Wort.
"Schön!"
Sprechpause. Das sind die schwierigsten Momente. Wenn beide nicht wissen, wie es jetzt weiter gehen soll, überlegen, ob es etwas zu sagen gibt, was man sagen könnte, ohne die Stimmung zu zerstören, ohne von dem guten Weg abzukommen.
„Wo wir bei Musik sind. Was hast du denn da eigentlich gesungen, letztens, im Marktkauf.“
„Lass mich kurz überlegen… ah, ja, ich erinner mich. Kennst du Studio Braun?“
„Ja, natürlich.“
„Echt?“
„JA!“
Ich bin spontan begeistert und von Sympathie für einen kurzen Freefalltower-haften Emotionsschub auf Durchreise bis zur Wolke Sieben durchgereicht worden.
„Das war von Heinz Strunk. Computerfreak.“
„Echt? Is ja witzig.“
„Was magst du von ihnen?“
„Ich kenn nur so die alten Anrufnummern und die Bücher von Rocko Schamoni.“
„Ich fand Sternstunden der Bedeutungslosigkeit ja viel besser als Dorfpunks“, streue ich ein, um indirekt meine Fachmännerschaft in Sachen Rocko Schamoni durchblitzen zu lassen.
„Ja, stimmt schon. Und seine Musik, wie findest du die?“
Ich erinnere mich nur an das eine Musikvideo, diese Kitschpersiflage, die war ganz witzig.
„Jopp, der hat schon was, drauf, der Gute. Aber hast du das gesehen, als er bei 'Zimmer Frei!' erzählt, wie er mit seiner Tochter auf dem Tokio Hotel Konzert war? Das war witzig!“
„Echt? Das muss ich mir unbedingt angucken!“
Kurve genommen.
„Wo wohnst du eigentlich?“
„Gar nicht weit von hier, in ‘ner WG, will aber umziehen, die Mädels stressen mich. Das sind so Daddys‘ Girls, weißt du?“
„Ja.“
„Und wo wohnst du?“
„In der Südstadt“
„Oh, das ist aber eine kleine Ecke weg, wieso bist du dann hier in der Gegend zum Einkaufen?“
„Wegen dem Marktkauf. Ich mag den. Ich mag große Supermärkte. Und ich bewege mich, wenn ich dahinspaziere. Ich nenne es Supermarktflanieren.“
„Hehe. Du bist schon so ein etwas Eigener, oder?“
„Wie viele kennst du denn, die in der Gemüseabteilung Heinz-Strunk-Lieder singen?“
„Touché!“
„Lebst du alleine?“
Wenn Mädchen mich das fragen, frage ich mich immer, ob sie wissen wollen, ob es sich lohnt, dann mal mit zu mir zu gehen. Ob man ungestört wäre. Wie selbstständig, eigenständig oder unabhängig ich wohl bin. Oder nur aus Smalltalkgründen. „Mit zwei Leuten zusammen, einem Kumpel und seiner Freundin. Ist aber eine sehr schöne Wohnung. Musst du dir mal angucken kommen.“
„Ist das eine Einladung?“
„Natürlich ist das eine Einladung“
„Hmmm. Ich komme vielleicht drauf zurück.“
„Sie vergessen übrigens eine wichtige Sache!“
„Ich vergesse Rambo?“
Es macht kurz und heftig „Bam“ in mir. Sie hat aus einem Satz, den ich in eine ganz andere Richtung lenken wollte einen Volltreffer in den Winkel aus vierzig Metern Entfernung gemacht. Sie kennt absurde Filmzitate.
Ich nehme ein Stück Metallfolie, dass ich von einer Airwaves-Packung noch in meiner Hosentasche habe, drehe daraus einen Kreis, halte ihn ins Licht.
„Willst du mich heiraten, wenn ich groß bin?“
„Gerne, aber erst mal musst du mir sagen, was ich vergessen habe.“
„Das wir noch Muffins haben!“
„Ja, verdammt. Wie konnt ich das bloß vergessen?“
„Dafür hast du ja jetzt mich!“
„Schoko zuerst?“
„Ok!“
In der nächsten halben Stunde pflücken wir in rekordverdächtiger Andacht kleine Zipfel aus unseren Muffins, schieben sie ruhig in den Mund und lassen sie dort zergehen. Ich glaube, wir wollen einander nicht als gierig erscheinen oder verfressen, aber es kann auch einfach daran liegen, dass wir uns so gut unterhalten, dass Essen, und das passiert selten, komplett nebensächlich wird.
Wir reden über unsere Lieblingsserien, sie ist auch ein TV-geschädigtes Kind der frühen Achtziger. Spätestens, als wir uns über Clarence, den schielenden Löwen, unterhalten und den Ablauf eines üblichen Bud Spencer und Terence Hill Filmes abreißen, bin ich wirklich hingerissen.
„Weißt du, es gibt ja im Grunde nur eine Szene in Bud Spencer und Terence Hill Filmen. Die beiden sitzen in einer Bar an der Theke und essen Bohnen aus einer Pfanne. Eine Gruppe schmieriger Italiener kommt rein und liefert sich ein schnippisches Wortduell mit Terence Hill. Es fällt mir an dieser Stelle auf, dass ich die Namen Bud Spencer und Terence Hill immer und in jedem Zusammenhang komplett nenne und nie nur den Vornamen.“
„Hihi, ich auch“
„Jedenfalls nimmt einer der Italiener dann irgendwann einen Stuhl und haut ihn Bud Spencer gegen den Rücken. Der Stuhl zerspringt. Nach etwa zwei Minuten dreht sich Bud Spencer zu Terence Hill und fragt ihn: 'Sag mal, hat der mir gerade einen Stuhl auf den Rücken gehauen?' worauf Terence Hill mit 'Ja' antwortet. Dann fängt immer diese Italo-Klamotten-Mucke an. Dann werden sie so richtig verprügelt, mit Knall und Peitschgeräuschen, bis sie alle aus dem Fenster fliegen und die Kneipe abbruchreif ist. Dann fragt der Kellner, wer den Schaden bezahlt und die Szene ist vorbei.“
Sie lacht und freut sich und macht die typischsten Schlagbewegungen von Bud Spencer nach, welche fast alle mit offener, flacher Hand ausgeführt werden.
Wir reden noch lange, unterhalten uns darüber, was sie als Kind gerne werden wollten und in welche Stadt wir gerne ziehen würden.
„Sag mir mal, wie heißt du eigentlich?“
„Torben“, sage ich.
„Torben. Ich bin Svenja.“
Wir reichen uns demonstrativ die Hand, schütteln sie fest und nicken dabei, um der Geste Nachdruck zu verliehen.
„Es ist mir eine Freude, Svenja!“
„Ja, mir auch.“
Sie dreht sich mit ihrem Oberkörper zur Seite, ich folge ihrem Blick und wir stellen fest, wie tief die Sonne steht.
„Oh man, das ist bestimmt schon richtig spät.“
„So schnell geht das manchmal.“
„Das Leben ist viel zu kurz!“
„Kommt doch darauf an, was du daraus machst!“
„Und was machst du daraus?“
„Das hier!“
Sie lächelt, schon zum hundertsten Mal.
„Du bist mir bestimmt sehr böse, wenn ich jetzt los muss?“
„Ja. Aber ich kann dir verzeihen.“
Sie fummelt in ihrer Tasche, einer braunen Stoffhandtasche, holt ihr Handy raus, es ist ein altes Nokiamodell ohne Schnörkel. Sie sieht kurz zu mir, dann packt sie es wieder weg.
„Ach was. Anders. Ich gebe dir nicht meine Nummer. Du musst mir versprechen, dass wir uns morgen am Gemüsestand treffen. Im Marktkauf. Um Drei?“
Ich krame in meinem Terminkalender. Drei, Drei, Drei.
„Ja, das passt. Wunderbar.“
„Schön. Dann bis morgen? Torben?“
„Ja. Danke.“
„Dir auch. Wirklich.“
Sie steht auf, fasst mir an die Schulter und dann trennen sich unsere Wege. Sie geht in den Westen und ich Richtung Süden.
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